Dreidimensionale Zahlen von 1 - 12

    

1

01-1 01-2 

2

02-1 02-3 

3

03-1 03-2 

4

04-1 04-2 

5

05-1 05-2 

6

06-1 06-2 

7

07-3 07-4 

8

08-2 08-3 

9

   

10

10-1 10-2 

11

11-1 11-2 

12

12-2 12-3 
 

Korpuskel sind kleine Körperchen.

Es geht hier nicht um immer-kleiner bis zum vielleicht Unspaltbaren. Es geht um Module, die Netzwerke bilden, Netzwerke, die in sich abgeschlossen sind. Korpuskel funktionieren nicht im Alleingang, sie entfalten ihre Eigenschaften im Verbund. Die Kunst liegt darin, ein geschlossenens System zu entwickeln, das synergetische Effekte freisetzt.
Ein Korpuskel ist so etwas wie: eine ganze Zahl.
In der ganzen Zahl liegt der Traum von Unteilbarkeit. Da sie sich zählen lassen, stetig voran, aufgereiht wie Perlen auf einer Kette, könnte man meinen, Zahlen seien einander gleich. Doch sie sind es nicht. Jede Zahl hat ihren eigenen Charakter, der sich formfühlen lässt. "Der Begriff des Formfühlens ist Missverständnissen ausgesetzt. Nicht das Dämmrige gegenüber dem Klaren ist das Wesentliche des Fühlens gegenüber dem Denken, sondern das Gewahrwerden von Kräften gegenüber dem bloßen Auftauchen von Bildern." schreibt Paul Schatz.


Welche Form hat eine Zahl? Im Zweidimensionalen ist die Zahl als ein regelmäßiges Vieleck darzustellen. Wie das Vielck als ein Kreis betrachtet werden kann, von dem etwas abgeschnitten wurde, können, um die dreidimensionale Form der Zahl zu finden, Scheiben von der Kugel abgeschnitten werden. Durch gleichmäßiges Verteilen gleichgroßer Kreise auf der Kugeloberfläche findet eine Annäherung an die dreidimensionale Zahl statt. Welche Art der Regelmäßigkeit entfaltet so die Zahl im Raum? Sie glauben, die Elf sei unsymmetrisch? Weit gefehlt! Bei der Betrachtung dieser dreidimensionalen Zahlen sind nicht nur staunenswerte Symmetrien innerhalb mancher Primzahlen (z.B. 11, 17) zu finden, sondern es zeigen sich auch bestimmte Verwandtschaften zwischen den Zahlen.

Zwischen den Kreisen auf der Kugeloberfläche bilden sich Lücken, die annähernd dreieckig, viereckig, fünfeckig oder sechseckig sind. Wollte man die Kugel zum Polyeder umformen, so genügte es nicht, entlang der Kreislinie ein Kugelsegment abzuteilen. Zusätzlich müsste auf das, was ich die Lücke nenne, eine Art Hütchen aufgepflanzt werden, so dass die Kreisflächen zu Vielecken ergänzt würden. Es entsprechen also die Lücken den Ecken, die Kreise den Flächen des entstehenden Polyeders.
Innerhalb der platonischen Körper sind bestimmte Verwandtschftsbeziehungen bekannt. Was dem Würfel die Ecken sind, sind dem Oktaeder die Flächen - und umgekehrt. Ebenso verhalten sich: eine neun zur elf; eine vierzehn zu einer zwölf. Eine sieben ist dual zu sich selbst; eine andere zur zehn.

 
    

Written by Eva Wohlleben Tuesday, 18 March 2008 21:46